Am vergangenen Wochenende ging es heiß her. Nicht nur die Temperaturen brachten den Asphalt zum Glühen, auch unsere beiden Speedskater Sebastian und Daniel schruppten sowohl im Auto als auch auf Skates ordentlich Kilometer.

Am Freitag rief der 5. Rammenauer Fichtelauf zu einem kleinen aber sehr schönen Freitagabend-Rennen. Der kleine Rundkurs ist 2km lang und wird 5-mal gefahren. Da der angekündigte Regen zwar zu sehen war, allerdings die Strecke knapp verfehlte, wurden es äußerst windstille und sonnige 10km. Das Rennen an sich verlief relativ unspektakulär. Nach dem Start formierte sich relativ schnell eine kleine Gruppe von 8 oder 9 Skatern, die nach der ersten Runde auf 3 Skater schrumpfte. Leider musste auch Sebastian abreißen lassen. In Gedanken war er wohl nach der anstrengenden Arbeitswoche schon beim wohlverdienten Feierabendbierchen auf der heimischen Couch. Er fuhr am Ende mit der Verfolgergruppe gemeinsam durch Ziel.

An der Spitze wurde es erst auf den letzten 500m spannend. Anfangs noch an Position 4 gelegen kämpfte sich Daniel in einem tollen Sprintduell vor der letzten Kurve an Position 1 und kam mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor seinen beiden Verfolgern ins Ziel. Sebastian sicherte sich Platz 8.

Ein schöner Abschluss für einen Freitag vor herrlicher Kulisse. Nach einem kurzen Plausch ging es dann in den wohl verdienten Feierabend und auf die lange Heimreise. Ein dickes Lob an den Veranstalter. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Beispielslos waren die fleißigen Feger, die die Strecke von jedem noch so kleinen Hindernis befreit haben.

Aber hieß das Zeit zum Ausruhen? Wenn dann überhaupt nur kurz. Die Skates waren geputzt und standen schon wieder in den Startlöchern. Samstagnachmittag hieß es wieder „Wathlingen, wir kommen!“ Auch wenn das Rennen erst Sonntagmittag startete, zogen unsere beiden Skater schon mal in das Zwischencamp ein. Traditionell hieß es nach dem verstauen der Skateutensilien. Kohle raus, Feuer an, Fleisch-Fleisch-Fleisch! Vielleicht nicht unbedingt die Spitzensportler Nahrung, aber da ja Kraft = Masse * Beschleunigung ist, dachten wir, packen wir mal ein paar Pfunde drauf, dann müssen wir am Ende nicht so schnell fahren und werden trotzdem stark performen.

Ich gebe zu, der Vergleich hinkt ein wenig, doch die Ergebnisse am Sonntag konnten sich sehen lassen. Nahezu windstill und bei sonnigen Temperaturen ging es auf die 21km. Ein bisschen weniger als 7 Runden galt es zu absolvieren. Die Strecke ist nicht besonders Anspruchsvoll, dafür ist der Belag besonders wechselhaft.

Schon beim Start ging es ab. Wer hier geschlafen hat, konnte der Spitzengruppe schon nur noch hinterhergucken. Daniel und Sebastian behielten Anschluss. Die Ziele waren hochgesteckt. Und so ging es im Bummelzug auf die ersten Runden. Das Tempo war konstant und die Gruppe recht groß. Das hieß relativ kurze Wechsel, damit jeder mal den kaum vorhandenen Gegenwind spüren durfte. In der vorletzten Runde wurde das Tempo dann nochmals verschärft. Der Bummelzug glich für einen kurzen Moment einer losen Wagonsammlung, aber Daniel hatte aufgepasst. Klebte am Führenden wie angebunden. Auch 3 weiter Skater fanden den Anschluss und so ging die Reise weiter Richtung Endspurt. Wie jedes Jahr begannen die Diskussionen in welcher Runde man nun ist. In diesem Jahr klappte aber alles mit der Rundenanzeige und so war allen nach der vorletzten Zieldurchfahrt klar: Dingelelingeling, letzte Runde. Bis zur letzten Kurve blieben alle Dicht zusammen, keiner wollte den Anfang machen, doch dann ging es los. Die letzten Meter sollten die Entscheidung bringen. Daniel gut platziert an Position 2 mit etwas verspäteten Antritt, kam nicht so richtig aus den Gängen und wurde prompt vom Verfolger überholt. Mit zwei weiteren im Nacken hieß es jetzt Vollgas. Mit dem Sprint von Freitag in den Beinen ging die Nadel nicht mehr über die 38km/h und er rettete sich knapp vor den Verfolgern an Position 3 ins Ziel. In der Altersklasse hieß es für Ihn dennoch Platz 1 und somit gab es die begehrte Siegertasse. Sebastian fuhr sein Rennen quasi als Einzelzeitfahren zu Ende. Nach dem die Spitzengruppe in abschütteln konnte, fand er keine passende Gruppe mehr. Er sah es am Ende sportlich: Perfektes Training für den Seenland 100.

Zeitlgleich zum Wathlinger Inline Race schliefen die anderen Teilnehmer keines Wegs. Triathlet Lothar hatte die Temperaturen satt und freute sich schon beim Berlin Triathlon auf die Disziplin schwimmen. Für Lothar stand an diesem Sonntag die Sprint Disziplin an. 750m Schwimmen, 20km Radeln und zu guter Letzt 5km Laufen. Wasserratte Lothar beim Schwimmen sehr stark. Mit 0:18:56 an Position 261 gelegen ging es aufs Rad. Auch hier gab er dem Drahtesel ordentlich die Sporen und konnte sich damit weiter nach vorne kämpfen. 1:01:19 standen nun auf der Uhr. Platz 236 Gesamt. Und dann? Dann kam das Laufen. Nicht unbedingt seine Stärke, aber dieses Jahr deutlich besser trainiert als im Vorjahr ging es auf die letzten 5km. Die angepeilte 30 Minuten Grenze verpasste er leider und viel mit einer 0:31:47 auf Platz 425 zurück. In seiner Altersklasse, macht ihm das so schnell jedoch keiner nach. Mit 3 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten konnte er sich klar den Sieg in der Altersklasse TM65 schnappen. Eine starke Leistung.

Wir gratulieren unseren Sportlern zu den tollen Leistungen am Wochenende und verabschieden uns nun aber vorerst in eine kleine Sommerpause. Zeit die geschundenen Knochen mal in die Sonne zu legen und ein wenig Zeit mit den Familien zu verbringen. Weiter geht es im Juli mit den Läufern. Wir werden berichten. Bis dahin allen Sportsfreunden schöne Wochen mit hoffentlich weiterhin tollem Wetter.

Mehr Fotos von unseren Skatern findet Ihr im Fotoalbum vom Skate Team Celle unter http://skate-team-celle.de/fotoalbum/